Nagelerkrankungen

Der Nagelpilz (Onychomykose) ist mit 30-50% die häufigste Nagelerkrankung. Es werden fünf verschiedene Typen unterschieden, deren Unterschiede sich in der Art des Pilzbefalles begründen. Die häufigste Nagelpilzerkrankung ist die distale (endständige) und laterale (seitliche) Onychomykose. Hierbei dringt der Pilz von der Finger- beziehungsweise Zehenspitze in das Nagelbett ein und wächst langsam körperwärts in Richtung zur Nagelmatrix (Bildungsort des Nagels). Solange die Matrix nicht befallen ist, bleibt die Nagelplatte intakt, die Oberfläche glatt und der Nagel ist noch nicht brüchig. Ist die Nagelmatrix einmal befallen, kommt es zur Schädigung der Nagelplatte, sie wird undurchsichtig, brüchig und verfärbt sich. Besonders an den Zehennägel sieht man dann einen oder auch mehrere körperwärts zulaufende gelbe oder gelbweissliche Streifen und Flecken im Nagel.

Einige Fallbeispiele

Wer bekommt einen Nagelpilz?

Voraussetzung für das Entstehen eines Nagelpilzes sind ein pathogener (krankmachender) Pilz und ein empfänglicher Wirt respektive Nagel. Begünstigende Faktoren sind:

  • Vermehrter Kontakt mit Pilzen durch Sport und andere Freizeitaktivitäten
  • Zunehmendes Alter und somit verminderte Abwehr
  • Begleiterkrankungen wie: periphere Durchblutungsstörungen, Karzinome, Diabetes mellitus, immunsuppressive Therapien durch Medikamente
  • Immundefekte (AIDS)

Therapie

Die Therapie eines Nagelpilzes ist abhängig von der Art des Pilzbefalles, dem Erreger, dem Schweregrad des Nagelbefalls, sowie von eventuellen Begleiterkrankungen des Patienten. In den meisten Fällen ist die Behandlung systemisch, das heisst es müssen Tabletten über mehrere Wochen eingenommen werden, um einen Nagelpilz erfolgreich zu behandeln.

Aber aufgepasst, nicht jede Nagelveränderung oder Nagelverfärbung ist immer gleich ein Nagelpilz. Es gibt zahlreiche Ursachen die zu einer Nagelveränderungen führen können. Welche Art von Nagelerkrankung bei Ihnen allenfalls vorliegt und ob, bzw. wie diese behandelt werden kann oder soll, bzw. welche Vor- und Nachteile die entsprechenden Therapien haben, werden wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen diskutieren.